Lieber eigenen Gehirnschmalz für Content aufbringen


Die Zeit, dass man sich fremde Inhalte via RSS-Feed in die eigene Website einbinden konnte, ohne sich groß Gedanken über evtl. Konsequenzen zu machen, scheint nun auch langsam vorüber zu sein. War man bislang gutgläubig der Meinung die eigene Website durch fremden Content aufwerten zu können, wird evtl. durch eine aktuelle Entscheidung des Berliner Landgerichts eines Besseren belehrt. Diese Entscheidung sagt u.a. ganz klar aus, dass der Betreiber einer Website, der einen fremden RSS-Feed in die eigene Seite einbindet, im vollem Umfang auch für die über den Feed übermittelten Bilder haftet. Wer nun glaubt auf seiner Seite ein ausgeklügeltes Impressum mit dem Hinweis ‚Ich übernehme keine Haftung für externe Inhalte/Links‘ zu haben und sich somit auf der sichereren Seite fühlt, der irrt schon wieder. Weiter sagt die Entscheidung des Berliner Landgerichtes aus, dass an diesem Fakt auch kein Haftungsausschluss im Impressum etwas ändert (Az. 15 O 103/11 vom 15. März 2011). Der Tätigkeitsbereich für eifrige Abmahnanwälte wurde somit wieder etwas erweitert.